Königinnenzucht im waiselrichtigem Volk

Um gesunde und leistungsfähige Königinnen zu erhalten, ist es sinnvoll, die Zucht in eine Zeit deÜberflusses zu legen.   Es muss genug Futter so wie Jungbienen im Überfluss vorhanden seinDesweiteren muss der Aufwand in einem gesunden Verhältnis zur Qualität der jungen Königinnen stehen. Die Qualität die unsere jungen Königinnen haben sollen muss von höchster Güte sein. Diese jungen Königinnen sollen ja für einige Jahre ihr Volk führen. Königinnen die in einer Zeit des Mangels gezogen werden, erfüllen diese Anforderungen nicht. Aus kleinen Brutablagern mit Nachschaffungszellen werden nur in den seltensten Fällen starke Königinnen geboren. Soll ein Ableger zur Zucht von starken Königinnen herangezogen werden, so kommt nur ein sehr starker Sammelbrutableger mit einem Überschuss an Jungbienen in Frage.

 

Als alternative zum Sammelbrutableger wird hier eine Methode vorgestellt, die sich vor allem für kleinere Imkereien bestens eignet.

 

Hierbei wird in den Honigraum eine Zuchtlatte gehängt. Die Zucht kann ohne Wartezeit, wie beim Sammelbrutableger, sofort beginnen.

 

Wie wird vorgegangen?

 

1. Bei Flugwetter wird ein (bei Flachzargen 2) Honigraum, eines starken Volkes, auf einen

    Beutenboden gestellt.

 

2. Das restliche Volk, Brutraum und evtl. weiter Honigraum werden am Stand verstellt. Dabei das

     Flugloch um 180° drehen.

 

3. Den Honigraum jetzt wieder an den alten Platz stellen. Am alten Platz ist nun keine Brut und keine

     Königin mehr vorhanden, jedoch ein Übermaß an Bienen (Flugbienenkehren an den alten Platz

     zurück) und Futter.

 

4. Für den Zuchtrahmen wird durch Entnahme einer Honigwabe eine Wabengasse gebildet

     (Wabengasse nicht am Rand bilden).

 

5. Jetzt kann der Zuchtrahmen mit Edelmaden bestückt werden.

 

6. Der Zuchtrahmen kann im Anschluss, es sollte ca. 1 Stunde vergangen sein, in den Honigraum

     eingehängt werden.

 

7. Nach weiteren 24 Stunden kann das ganze Volk wieder in seiner ursprünglichen Form

     zusammengebaut werden und an seinen ursprünglichen Ort gestellt werden. Wichtig ist dabei den

     HR über ein Absperrgitter aufzusetzen. Neben dem Zuchtrahmen wird noch eine Honigwabe

     entnommen um eine verdeckelte Brutwabe (Bienen vorher abkehren) daneben hängen zu können.

     Am Zuchtrahmen nicht angepflegte Näpfchen entfernen und die angepflegten Näpfchen mittig

     zusammenstecken (dort herrscht eine gleichmäßigere Temperatur).

 

8. Vier Tage später, also am 5 Tag nach dem Umlarven, werden die gedeckelten Zellen gekäfigt. Zellen

      welche krumm oder zu klein sind werden verworfen.

 

9. Vor dem Schlupf die Zellen auf Begattungseinheiten verteilen.

 

Vorteile des Verfahrens:

 

+ Zucht kann schnell eingeleitet werden
+ Pflege der Zellen erfolgt immer im weisel- richtigem Zustand
+ zur Endpflege der Näpfchen ist eine große Anzahl an Jungbienen vorhanden
+ Endpflege erfolgt neben Brut bei konstanter Temperatur
+ es werden sehr schöne große Königinnen erzeugt
+ Brutraum bleibt unberührt
+ Füttern nicht nötig

 

 

Nachteile:

 

- Beuten müssen herumgehoben werden