Januar

In den Monaten Januar und Februar muss auf den Bienenständen Ruhe herrschen. Das Anheben eines Deckels oder gar der Stoß an eine Beute hat einen deutlichen Temperaturanstieg in der Wintertraube zur folge, was bedeutet dass der Futterverbrauch steigt. Dieser Temperaturanstieg braucht ca. 3 Tage um wieder auf die "Normaltemperatur" zurückzukehren.

 

Sinkt die Außentemperatur unter 8°C zieht sich die Wintertraube enger zusammen. Die Randbienen sorgen dabei dass möglichst wenig Strahlungswärme verloren geht. Die Randbienenzone kann dabei bis zu 8 cm stark sein. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Randbienen bis zu 48 Tage mit einer Hobigblasenfüllung auskommen während Bienen In der inneren Zone der Wintertrauben ca. 16 Tage ohne Futteraufnahme auskommen.

 

Zu Beginn des Kalenderjahres sollte mann sich über das vergangene Jahr nochmals Gedanken machen, um zu erkennen was es an Gutem und weniger Gute gebracht hat. Diese Erkenntnisse dürfen dann in die Planung für das aktuelle Jahr einfließen.

 

Jetzt darf auch mit der Vorbereitung der Rähmchen und Beuten für das aktuelle Jahr begonnen werden.

 

Februar

Auch hier heißt es noch Anfang des Monats RUHE BEWAHREN.

An frostfreien Tagen kann überprüft werden ob die Völker noch leben. Dazu den Deckel anheben, in einzargigen Völkern sieht man die Bienen unter der Folie sitzen. Bei mehrzargigen Völkern kann man "hineinhören". Sollte ausnahmsweise ein Volk tot sein ist es gleich abzuräumen um eine spätere Räuberei und damit Krankheitsübertragung zu vermeiden.

 

An Flugtagen kann überprüft werden ob das Flugloch verstopft ist um es dann freizumachen. Ich persönlich säuber die Böden nicht.  Das Hygieneverhalten meiner Bienen dient mir als ein  Selektionskriterium.

 

Notfütterung!?Je nach Experten sollten Mitte März noch 6 - 10 kg Futter im Volk sein.Dieses Futter wird zum Selbsterhalt und zum Aufzucht der Brut benötigt. Mit wachsender Brut gehen diese Vorräte schnell zurück. Futterwaben sollten daher nah am Brutnest hängen. Sollte sich nochmals eine Kälteperiode einstellen, muss das Futter ggf. mehrmals kontrolliert werden. MERKE: Bienenvölker verhungern meist im Frühjahr!
Hat ein Volk zu wenig Futter, gilt es ab März zuzufüttern. Bewährt haben sich ein Zippbeutel (wiederverschließbarer Gefrierbeutel), welche mit Futtersirup gefüllt auf die Oberträger gelegt werden. Mit einer Nadel einige Löcher reinstechen, fertig ist die Notfütterung. Bitte max 2 Liter und das Futter angewärmt zur Verfügung stellen. Die Bienen nehmen es dann schnell ab.

 

Weisellose Völker erkennen und vereinigen

Das Brutgeschäft hat begonne, an milden Tagen finden Reinigungsflüge statt.

Der Reinigungsflug eignet sich zu ersten Beobachtungen am Flugloch. Ist das ein oder andere Volk hierbei auffällig so sollte es bei nächster Gelgenheit genauer kontrolliert werden. Um diese Jahreszeit lassen sich weisellose Völker noch problemlos mit intakten Völkern vereinigen.

ABER ACHTUNG: Nur gesunde Völker vereinigen!!

Sollte Ruhr oder Nosema ausgebrochen sein, sollten diese Völker mit Schwefel abgetötet werden um eine Ausbreitung der Infektion zu verhintern. Diese leeren Beuten werden dann unverzüglich gereinigt. Vorhandene Waben werden gänzlich vernichtet! Nur in Ausnahmefällen können die Beuten BIENEDICHT verschlossen werden um sie später zu reinigen!