Honigraum aufsetzen

Der Zeitpunkt des Aufsetzens ist rechtzeitig zu wählen, damit die Frühtracht nicht im Brutraum abgelagert und die Brut nicht eingeengt wird. Ein zu frühes Aufsetzen gibt es nicht! Jede Verzögerung im Aufsetzen des HR  kann Schwarmlust erzeugen. Beim Aufsetzen der Honigräume werden grundsätzlich keine Brutwaben umgehängt.

 

Keine bebrühteten Waben in den Honigraum!!

 

Ganz wichtig beim Aufsetzen der HR:

Halte die Königin den Honigräumen fern!

Deshalb sollte immer ein Absperrgitter (ASG) eingesetzt werden.

 

Die Trennung von Honig- und Brutraum sollte für den Imker selbstverständlich sein. Ein Landwirt käme auch nicht auf die Idee, die Ernte im Stall, wo die Aufzucht erfolgt und Exkremente anfallen, einzulagern. Die Honigraumzargen sollten zu Beginn der Tracht mit ausgebauten Waben ausgestattet sein. Sind Zargen mit ausgebauten Waben nicht vorhanden, so müssen Aufsätze mit Mittelwänden verwendet werden. Es ist vorteilhaft, zwischen die Mittelwände eine oder mehrere ausgebaute Waben zu hängen. Das soll die Bienen veranlassen, die Mittelwände bereitwilliger auszubauen. Die Zugabe von ausgebauten Waben in dieser Weise wird als Beköderung der Zarge bezeichnet.

 

Ist ein Honigraum zu zwei Drittel gefüllt (6 oder 7 volle Waben), wird ein weiterer mit ausgebauten Waben aufgesetzt. Diese Methode erfordert kein Absperrgitter, da die Königin kaum einen gefüllten Honigraum übersteigt. Wird mit Absperrgitter geimkert oder sollen Mittelwände ausgezogen werden, sollte man untersetzen. Das heisst, die weitere Zarge kommt direkt über das Brutnest unter die zum Teil gefüllte Honigzarge, wo Mittelwände schnell zur Aufnahme des Honigs ausgebaut werden. Mit dem Aufsetzen der Honigräume muss gleichzeitig der Fluglochkeil entfernt werden, damit die Bienen beim Eintragen der Ernte nicht behindert werden.