Frühjahrsarbeiten

 

  • Check der Brut
    Beim Brutcheck schaut man die Waben durch, ob im Frühjahr genug Brut vorhanden ist und in welchem Zustand sich die Brut befindet. Viel Brut heißt in kürze viele Bienen. Am besten sind  große, runde und geschlossene Brutnester in der Wabenmitte. Ein Pollen und Futterkranz sollte auch vorhanden sein, dieser wurd zur Aufzucht der Jungbienen benötigt. Wenn die Brutnester große brutfreie Flächen aufweisen, löchrig und somit über die Waben verstreut sind, sollte man nach Möglichkeit, sofern Ersatz vorhanden, die Königin austauschen.  Hier könnte man theoretisch, die Königin eines kleinen aufgelösten Volkes zusetzten. WICHTIG!! Nur zusetzten wenn diese Königin ein geschlossenes Brutnest hatte.
    Für Krankheiten in der Brut gilt das selbe wie bei den Bienen bereits ausgeführt.
    Immer das Verhältnis von Brut zu noch vorhandenem Futter prüfen. Ist zuviel Brut vorhanden und wenig Futter kann das Volk noch kurz vor der Tracht verhungern. MERKE: Bienenvölker verhungern meist im Frühjahr!! Fast schlupfreide Waben kann man schwächeren Völkern zuhäbgen um diese zu verstärken. Allerdings auch im zugesetzten Volk das Futter beachten. Das ein Volk weniger Bienen oder weniger Brut ansetzt, hat schließlich seine Gründe.
  • Check der Weisel/Königin
    Sind genügend Bienen und ordentlich Arbeiterinnenbrut vorhanden braucht man sich um die Königin kaum Sorgen zu machen. Bei schwächeren Völkern,bei keiner oder nur Drohnenbrut ist eine Überprüfung der Königin sinnvoll.
    Unruhe im Volk und das "heulen" beim öffnen der Beute deuten auf eine Weisellosigkeit hin. Oft findet sich auch mehr Gemüll auf dem Gitterboden. Ein Volk ohne Königin erkennt man auch bei der Weiselprobe. Dazu wird deine Wabe mit jüngster Brut dem Volk zugehängt. Bauen die Arbeiterinne Nachschaffungszellen aus, so ist davon auszugehen dass die Königin fehlt.
    Sollte das Volk bereits drohnenbrütig sein, so kann das Volk nur in einiger Entfernung vom Stand abgefeht werden. Auf Flugwetter achten.
  • Check der Futterversorgung
    Je nach Experten sollten Mitte März noch 6 - 10 kg Futter im Volk sein.Dieses Futter wird zum Selbsterhalt und zum Aufzucht der Brut benötigt. Mit wachsender Brut gehen diese Vorräte schnell zurück. Futterwaben sollten daher nah am Brutnest hängen. Sollte sich nochmals eine Kälteperiode einstellen, muss das Futter ggf. mehrmals kontrolliert werden. MERKE: Bienenvölker verhungern meist im Frühjahr!
    Hat ein Volk zu wenig Futter, gilt es ab März zuzufüttern. Bewährt haben sich ein Zippbeutel (wiederverschließbarer Gefrierbeutel), welche mit Futtersirup gefüllt auf die Oberträger gelegt werden. Mit einer Nadel einige Löcher reinstechen, fertig ist die Notfütterung. Bitte max 2 Liter und das Futter angewärmt zur Verfügung stellen. Die Bienen nehmen es dann schnell ab.
  • Entfernen überschüssiger Futterwaben
    Spätestens mit Beginn der Kirschblüze können überschüssige Futterwaben entfernt werden. Es sollte dann genügend Futter zur Versorgung reingetragen werden.
  • Dazu müssen 1. genug Bienen da sein, 2. langfristig Flugwetter herrschen, 3. entsprechende Nektarspender blühen. 
    Ist das der Fall? Dann können die überschüssigen Waben ggf auch etwas früher entnommen werden. Aber eine Reserve von 4-5 kg als Randwaben oder hinter dem Schied in der Beute belassen falls noch ein Kälteeinbruch kommt.
  • Der frei gewordene Platz kann mit Mittelwänden oder ausgebauten Waben aufgefüllt werden. Mittelwände sind zu bevorzugen, das fördert den Bautrieb und unterbindet eine frühzeitige Schwarmstimmung. 
  • Varroakontrolle

   Mit Beginn der Weidenblüte einschieben der Windel um den  

   natürlichen Milbenfall zu kontrollieren. Fallen deutlich mehr als xx

   Milben pro Tag so ist das Volk zu behandeln. Für Honiggewinnung   

   kann dieses Volk dann nicht mehr herangezogen werden.