Einfüttern der Bienenvölker im Sommer


Im Spätsommer werden die Bienenvölker mit 15-20 kg Futter aufgefüttert. Aufgelöst in Form von Zuckerwasser oder etwas dickerem Sirup wird der "Ersatzhonig" vom Futtergefäß in die Waben umgetragen.

 

Futterarten:

 

  • Futtersirup: Sirup aus Mais- oder Weizenstärke  ist ein sehr kostengünstiges Futter; unverdünnt und rechtzeitig (Juli/August) eingefüttert, bereitet er keine Schwierigkeiten.
  • Invertzuckersirup: Er wird enzymatisch aus Rübenzucker hergestellt, hat einen geringen Aschegehalt und verändert sich nicht in seiner Konsistenz, bleibt stabil und nutzbar in den Wabenzellen. Er ist auch besonders zum späten Füttern (September/Oktober) geeignet.
  • Zucker: Das Anmischen einer 3:2-Zuckerlösung (ein Liter enthält 750 g Zucker) wird von vielen Imkern als zu umständlich angesehen. Sie benutzen meist heißes Wasser oder kochen das Winterfutter. Heiße oder gekochte Zuckerlösungen sind schädlich für die Bienen.  Es bildet sich über das Erhitzen HMF (Hexamethylfurfural). Gerade junge Völker verlieren beim Verfüttern durch das gebildete HMF viele wertvolle Winterbienen. Dabei ist es sehr leicht, den Zucker auf kaltem Wege zu lösen.

  • Futterteig (15 kg), in einer Leerzarge auf einem Absperrgitter angeboten, wird in etwa drei Wochen von den Bienen aufgenommen. Zum schnellen Futterergänzen und späten Füttern (im September, nach einer Spättracht) ist Futterteig ungeeignet. Futterteig fordert durch intensives Einspeicheln und Wasserholen Bienenmasse.

Futtereinrichtungen:

 

  • Futtereimer mit Siebeinsatz: Eimer mit ca 5 l Fassungsvermögen. Umgestülpt kommen sie in eine Leerzarge.
  • Futterzargen: Sie bieten entscheidende Vorteile. Große Mengen Futter lassen sich auf einmal geben, ein Bienenkontakt beim Befüllen ist in der Regel ausgeschlossen.
  • Futtereinsätze in Leerzargen: Leere, mit Schwimmmaterial (Stroh, Äste) gefüllte Kanister in einer Leerzarge sind eine sehr kostengünstige Futtereinrichtung. Ein Problem beim Füttern ist der Bienenkontakt und die geminderte Hygiene, da Bienen in der Lösung ertrinken können.

 

WICHTIG:

  1. Fluglöcher einengen!
  2. Fütterung wenn irgendwie möglich immer am Abend!
  3. Verschüttetes Futter sofort aufnehmen oder mit Wasser verdünnen.
  4. Auf Räuberei achten
  5. Futterstand in den Beuten ist unerlässlich.
  6. Schwache Völker am besten vor dem Füttern auflösen.
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Fütterung von Bienenvölkern
Leitfaden vom der Bayrischen Landesanstalt Weinbau und Gartenbau - Fachzentrum Bienen
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