Drohnenbrütig

Ein Volk ist dann drohnenbrütig wenn ausschließlich unbefruchtete Eier in den Zellen vorhanden sind. Dies ist für den Imker dann erkennbar, wenn die Zellen verdeckelt sind und sich die herausstehenden Drohnenzellen von der restlichen Wabenfläche abzeichnen. Ein imkerliches Eingreifen ist  immer notwendig.

 

Die echte Drohnenbrütigkeit tritt zumeist im Frühjahr oder Spätherbst auf, wenn kein oder nur noch ein sehr kleines Brutnest besteht. In der Regel waren zum Zeitpunkts des Versterbens der begatteten Königin nicht mehr ausreichend junge Brut im Volk, sodass aus einer oder mehreren Arbeitsbienen sogenannte Afterweiseln entstehen, dies im Körperbau den normalen Arbeitsbienen sehr ähnlich sind, aber Eier in die Zellen legen. Zu erkennen ist ein drohnenbrütiges Volk mit Afterweiseln über das uneinheitliche Brutnest, bei dem sich zumeist mehrere Eier in einer Zelle befinden, nicht über die gesamte Wabenfläche bestiftet wurde und die Eier zumeist an den Zellwänden geheftet wurden. Weil die eierlegenden Arbeitsbienen nicht zu erkennen sind, sollte zur Behandlung die Bildung eines Feglings genutzt werden. Anschließend ist dem Volk unmittelbar eine begattete Königin beizusetzen.

 

Als präventive Maßnahme gegen drohnenbrütige Völker hilft nur die rechtzeitige Erneuerung der Königin nach spätestens 2 Jahren. Ebenfalls ist ein sorgsamer Umgang mit den Bienen vorteilhaft, um die Königin bei der Durchsicht des Bienenvolkes nicht zu quetschen oder gar versehentlich zu töten. Nach spätestens 6 Wochen ab Auftreten der Drohnenbrütigkeit ist ein Totalverlust des Bienenvolkes unvermeidlich, dann nach spätestens 42 Tagen ist auch die letzte Arbeitsbiene am Ende ihres Lebenszyklus angekommen.